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Landesverband der Gehörlosen Bremen e.V.

Gebärdensprachschule Bremen

Der Landesverband der Gehörlosen gründete im Oktober 2012 eine besondere Schule für alle, die sich für diese Sprache interessieren bzw. die ihr Wissen vervollständigen möchten. Damit folgt der Landesverband einem oft geäußerten Wunsch, die von fast allen Gehörlosen benutzte bevorzugte Sprache – DGS genannt - durch fachkundige Dozenten anzubieten. Dadurch wird sichergestellt, dass hier Fachleute am Werk sind, welche die in Deutschland seit über 30 Jahren erforschte, seit 2002 im Zuge des Behindertengleichstellungsgesetzes offiziell anerkannte und von Sprachwissenschaftlern als eigenständige, vollwertige Deutsche Gebärdensprache bezeichnet - auf einem qualitativ hohem Niveau lehren und weitergeben.

Gebärdensprache ist die einzige Sprache, die Gehörlose spontan erwerben können. Sie gibt ihnen die Möglichkeit, sich auszudrücken und dadurch ihre volle Leistungsfähigkeit in einer Art und Weise zu entwickeln, wie dies gesprochene Sprachen nicht bieten. So haben Gehörlose ihre Sprache immer als die Sprache ihrer Gemeinschaft und ihrer Kultur angesehen; sie ist IHRE Muttersprache.

Pantomime, Tanz, Gebrauch von Gebärden beim Jagen oder Angeln sind Bestandteile unserer Sprache und Volkstradition. Auch religiöse Orden, die dem Schweigen unterliegen, haben ihre eigenen Kommunikationssysteme mit einer gebärdeten Kommunikation entwickelt. Alle diese Gruppen benutzen die visuelle Sprache aus eigenem Willen. Wenn sie wollten, könnten sie auch sprechen und sich so verständlich machen. Und das ist der entscheidende Unterschied zwischen hörenden und gehörlosen Menschen; für Gehörlose ist die visuelle Sprache die unentbehrliche Alternative.

Die Gebärdensprache ist, wie andere Gebärdensprachen auch, eine visuelle Sprache, die neben Körperhaltung und Mimik vor allem Gebärden verwendet. Gebärden bestehen aus Elementen, die sich voneinander in der Form und Handstellung, dem Ausführungsort der Gebärde und der Bewegungsrichtung unterscheiden. Hier kennen wir 6 Grundhandformen, die sich in allen Gebärdensprachen finden. Zum Buchstabieren dient das Fingeralphabet, welches sich in fast allen europäischen Ländern ähnelt.

Auch wenn sich die nationalen Gebärdensprachen unterscheiden, existiert dennoch eine besondere Art der Gebärden, mit der sich Gebärdensprach-Nutzer aller Nationen mühelos verständigen können. Bei internationalen Begegnungen gibt es nur geringe Kommunikationsprobleme. Gerade durch diese gebärdensprachliche Verständigung sind Gehörlose (oder sog. Gebärdensprach-Nutzer) viel stärker miteinander verbunden; steigert sie doch ihre Lebensqualität und fördert das Gemeinschafts-und Selbstwertgefühl – ein Gefühl, das Nichtbetroffene oft nur schwer nachvollziehen können.

In dem Maße, wie ein Hörender die Bedeutung von Tonfall, Lautstärke und Stimmführung verstehen lernt, erwirbt er zugleich die weitgehend unbewusst bleibende Fähigkeit, seine eigene Stimme entsprechend zu kontrollieren und zu benutzen , während den Gehörlosen die Möglichkeit des spontanen Erlernens verschlossen ist und Charakter sowie Bedeutung des Sprechens unbegreiflich bleiben.

Der Landesverband der Gehörlosen bietet darum in seiner Gebärdensprachschule spezielle Kurse für alle Bedürfnisse an; angefangen von Schnupperkursen, Intensivkursen bis hin zu Kursen für Fortgeschrittene.

Schauen Sie einmal in unser Programm und zögern Sie nicht, sich von unseren Mitarbeiter/innen beraten zu lassen, um den geeigneten Kurs für Sie zu finden. Auf Wunsch können auch Einzelkurse eingerichtet werden sowie Kurse für hörende Eltern von gehörlosen Kindern. Wenn Sie mehr über den Landesverband erfahren möchten, klicken Sie bitte auf den Link www.lvg-bremen.de

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und Ihr Interesse.

Das Team der Gebärdensprachschule im Landesverband der Gehörlosen Bremen e.V.